Mittwoch, 9. Dezember 2009

< Jupp >

Es gibt Konzerte, die sind einfach unbeschreiblich. Wir sind gestern wieder an einen unserer "Stammkonzertorte" nach B. gefahren. Hier spielen wir mittlerweile seit 18 Jahren. Jedes Jahr im Advent. In der Kirche von B. darf man eigentlich keine Konzerte geben. Es ist ein moderner Betonbau mit einer unbeschreiblichen Überakustik, eigentlich ganz schlimm, und so ganz viele Besucher passen auch nicht rein. Aber hier gibt es den Jupp. Jupp ist, man ahnt es, der Pfarrer in B. Natürlich kein normaler Geistlicher, dann wäre das hier keinen Post wert. Es fängt mit Ankunft der Busse an: Die Glocken der Kirche läuten, sobald die Busse auf den Kirchplatz fahren, einmalig.. Vor zwei Jahren hat Jupp die damals neunen Busse noch eingesegnet, dafür extra noch Leute rekrutiert, einmalig.. Jupp selbst begrüßt uns Musiker mit einer Herzlichkeit und Überschwenglichkeit, das einem Angst und Bange werden kann. Wer ihm versehentlich die Hand gibt, was die einzige Alternative zur erdrückenden Umarmung ist, der riskiert den Ausfall des Konzertes, weil die Rechte quasi in einen Schraubstock gespannt wird. Mein "erstes Mal" werde ich jedenfalls nie vergessen.. Minutenlang habe ich ungläubig auf den Fleischklumpengeschaut, der erst langsam wieder die Form einer Hand annehmen wollte. Die Anspielprobe hier ist immer kurz, es hilft ja doch nichts gegen diese Akustik. Nach der Anspielprobe ist Imbiss im Pfarrheim, wo die Gemeindemitglieder alles geben, uns zu verwöhnen. Es ist gemütlich, heimelig und, nach mittlerweile 18 Jahren (ich erst 12) kennt man sich eben auch. Das Konzert wird frenetisch gefeiert, Jupp hat nachher fast die Tränen in den Augen, nachdem wir unseren Chef mit Mühe davon überzeugen konnten, das der Marsch "Graf Waldersee" in B. auch in einer Kirche als Zugabe "geht". Das Trio mit "Tochter Zion" ist Jupps Lieblingsstück.. Unser Chef hatte sein letztes Konzert in B., und entsprechend wurde das von Jupp gewürdigt. Wer einmal ein Tablett Pils auf dem Altar einer katholischen Kirche sehen will: Ab nach B... Im Anschluß an das Konzert versammeln sich alle, Orchester und Gemeinde, wieder im Pfarrheim, wo es gemütlich weitergeht, bis irgendwann die Rückfahrt auf dem Programm steht. Und so gibt es auch im nächsten Jahr wieder mindestens ein Konzert, das es eigentlich nicht geben dürfte...

Dienstag, 8. Dezember 2009

< ordnung >

Eigentlich bin ich ja ein eher unordentlicher Typ. Nur bei einigen Sachen, da bin ich der Mr. Pingel persönlich. Zum Beispiel bei meiner CD-Sammlung. Diese hat ein beträchtliches Volumen, ca. 800 CD´s sind es mittlerweile. Die meisten davon habe ich fein ordentlich gerippt und nach meinen Ordnungsprinzipien editiert. So sind das mittlerweile knapp 200GB Daten geworden. Da ich ja einiges an Ziet und Arbeit da rein gesteckt habe, sind die Daten auf 3 Festplatten vorhanden. Theoretisch. Festplatte 1 in meinem Laptop, der war zur Reparatur, die Festplatte war eigentlich gar nicht betroffen. Das Ding kommt wieder, Festplatte hin, wieder weggeschickt... Festplatte 2: Extern, leistete gute Dienste, fing am Sonntag an Geräusche zu machen und ich hatte mir fest vorgenommen am Montag mal wieder eine Sicherung auf, richtig, Festplatte 3, ebenfalls extern, zu überspielen. Leider hat es die eine Platte nicht mehr geschafft, solange durchzuhalten. Na ja, dachte ich, nicht schlimm, die CD´s der letzten 2 Wochen sind auf dem iPod, die kommen also wieder rein. Also Platte 3 angeschlossen und geflucht wie ein Berserker.. Was zum Teufel hab ich denn da kopiert?? Keine Musik jedenfalls... Den falschen Ordner aus iTunes genommen, ich könnte gerad kotzen..

Die Festplatte auf der die Musik drauf ist, die dongt noch bei einstecken, taucht dann aber nicht im Arbeitsplatz (Vista) auf.. Wenn da einer was weiss.. Hilfe, bitte!!!!!!

Sonntag, 6. Dezember 2009

< katzenmusik >

Hallo! Im Rahmen von Konnas toller Blogjulklapp-Idee hab ich heute die Ehre, auf dem Katzenblog von Petra zu schreiben. Klickt doch mal rein... Ich wünsch euch allen einen tollen Nikolaustag. Meiner fing jedenfalls schon sehr lecker an...

Mittwoch, 2. Dezember 2009

< anrufbeantworter >

Diese Anrufbeantworter sind ja eine feine Sache. Zumindest, wenn Angerufener und Anrufender wissen, was sie zu tun haben. Es ist keine Lösung, den Spruch zu Ende zu hören und dann aufzulegen, am besten noch im Auflegen irgendwas wie "Kerl, der is nich zu Hause, ma aum Handy probieren" loslassen. Genau so schlimm sind phantasielose Sprüche auf dem AB, das nervt auch und verleitet nicht zum draufquatschen. Ich versuch ja immer ein bisschen anders zu sein. Auf meinen ersten AB (noch mit Kassette) habe ich eins Der Trompetensignale aus einer der "Leonore"-Ouvertüren gespielt.. Leider war der vierte Anrufer mein damaliger Prof, der sich zuerst mal über die vierte Triole mokierte, die sei ja wohl völlig unrhythmisch. Zur Krönung wurde in der nächsten Stunde ebendieses Signal zu meiner neuen Lieblingsstelle.. Unvergesslich, dem Spruch war danach keine große Zukunft mehr beschieden. Die Domina, die dann auf dem AB Platz nahm kam insbesondere bei der Mutter meiner damaligen Flamme nicht sooo gut an.. War auf irgendeiner CD drauf und hatte was von Ruf. Mich. An. Sprich. Mir. Drauf oder so. Auch nicht der Brüller.. Dann kam irgendwann ein Spruch, der das Lied "weg" von Fanta4 und Sprechen in Kombination brachte. Wenn ich jetzt wüsste, wie ich hier Audiodateien uppen kann, könnte ich den mal einstellen.. Den aktuellen AB besprechen meine Kröten und ich, hat auch schon für gute Laune gesorgt. Zu Weihnachten will ich mit Kröte1 ein Weihnachtslied in der Besetzung Bongo/Oboe einspielen.. Mal sehen, ob das was wird..

Samstag, 28. November 2009

< /tattoo >

Sooo. Jetzt ist es passiert. Das Tattoo sitzt, an exponierter Stelle: In meinem Schlafzimmer. Weh getan hat es im übrigen nicht. Ein bisschen Fummelkram, aber mit Fön, Teigschaber und guter Laune hat auch das geklappt. Das Beweisvideo ist übrigens mit meinem niegelnagelneuen iPod gedreht *freuuuuu*

video

Und weil das so toll ist, gibt´s demnächst auch noch eins im Wohnzimmer :)))

Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß ob sie wiederkommen
Oskar Wilde